Weniger Stress – Endlich klappt es mit mehr Entspannung im Alltag

Warum Anti-Stress Tipps im Büro-Alltag oft nichts bringen und wie du es besser machen kannst

Kennst du das auch? Wenn du im Internet oder in Podcasts nach Tipps gegen Stress suchst, findest du unendlich viele wertvolle Tipps: Yoga, Meditation, regelmäßige Pausen, Atemtechniken, ausreichend Schlaf und ausgleichende Aktivitäten sind nur einige Beispiele. Und diese ganzen Tipps sind auch absolut mächtige Tools, wenn es darum geht, Stress langfristig zu reduzieren.

Trotzdem finden wir uns oft in einem Alltag wieder, der uns überwältigt und das Stresslevel in die Höhe schließen lässt. Bevor wir uns versehen, ist die Woche auch schon wieder vorbei.

In diesem Artikel gehe ich darauf ein, warum das so ist und was wir mit einfachen Mitteln dagegen unternehmen können.

Meine persönliche Erfahrung

Mir ging es zumindest Jahre lang so, dass ich mich immer wieder geärgert habe. Eigentlich WUSSTE ich, was ich tun könnte, um meinen Alltag zu verschönern, um endlich schlanker und fitter oder gesünder zu werden, um mehr Freizeit zu haben oder um entspannt und happy zu sein. Auf der anderen Seite kamen diese Änderungen nie so richtig bei mir an.

Der Grund war, ich habe so gut wie nichts für die Umsetzung GETAN. Die Umsetzung der Anti-Stress Tipps hat mich irgendwie überfordert, sodass ich am Ende noch gestresster war, weil all meine Vorhaben scheiterten.

Doch woran liegt es, dass wir unsere Vorsätze wie z.B. regelmäßig Pausen zu machen oder mindestens zwei Mal jede Woche zum Yoga zu gehen dann doch nicht einhalten?

Die Antwort ist häufig:

Unser Autopilot hat das Steuer übernommen.

Das Gehirn muss täglich eine überwältigende Anzahl Aufgaben bearbeiten. Es reguliert ununterbrochen sämtliche Körperfunktionen, verarbeitet Sinneseindrücke, Gedanken und Emotionen und führt Tätigkeiten in unserem Leben aus. Es koordiniert alle Bewegungen wie Grob- und Feinmotorik und sorgt eigentlich permanent dafür, dass wir überleben.

Bis zu 99,99% aller Tätigkeiten, die das Gehirn ausführt, verlaufen im Unbewussten. In das Bewusstsein, also den Bereich, den wir wirklich aktiv wahrnehmen, schaffen es nur sehr wenige Informationen. Bewusstsein kostet dem Gehirn sehr viel Energie. Dinge, die wir wiederholt ausüben, wie zum Beispiel beim Linksabbiegen in den Rückspiegel schauen, uns im Alltag bewegen oder der Ablauf unseres Arbeitstages, werden nach ca. 30-60 Tagen regelmäßiger Wiederholung auch aus dem Unbewussten gesteuert.

Und jetzt kommt das Verrückte:

Das, was uns sehr viel Stress verursacht, fühlt sich für das Gehirn also „sicher“ an.  Es lenkt uns immer wieder auf dem gleichen bereits bekannten Weg durch den Tag. Egal, wie stressig oder ineffizient dieser Weg für uns eigentlich ist.

Um langfristig Stress zu reduzieren ist es daher essenziell wichtig, Änderungen regelmäßig zu wiederholen. Erst, wenn uns dieser Zusammenhang wirklich (so richtig 😉 bewusst geworden ist, können wir wieder selbst das Steuer in die Hand nehmen.

 

Der effektivste Weg, Routinen langfristig zu ändern

Am Anfang ist es schwer, neue Routinen zu schaffen. Das Gehirn versucht immer wieder uns zurück in die bereits bekannten Prozesse zu steuern. Vielleicht kennst du das auch von einigen Neujahrsvorsätzen, die du bereits im Februar schon wieder vergessen hast?

Auf der anderen Seite können wir genau diese Funktion des Autopiloten nutzen. Denn einmal umgestellt, führt unser Autopilot genau die Tätigkeiten für uns aus, die uns langfristig helfen.

Da das Erschaffen neuer Routinen gerade am Anfang viel Energie kostet, ist es hilfreich ein paar Tipps zu beherzigen:

  • Kleine Schwelle: Nimm’ dir Mini-Änderungen vor. Von der Couchpotato zum täglichen Jogger: Das wirkt überfordernd. Nimm’ dir lieber vor, täglich 10 Minuten zu spazieren und steigere dich langsam.

  • Regelmäßigkeit:
    Stelle dir einen Timer oder nutze einen Trigger wie z.B. „immer nach dem Mittagessen“ um Anti-Stress-Tipps wirklich zur Regelmäßigkeit werden zu lassen.

  • Achtsame Ausnahmen:
    Es ist völlig in Ordnung in alte Muster zu fallen. Beobachte deine Einstellung und versuche, eine liebevolle Haltung einzunehmen. Je weniger Widerstand du gegen dich selbst erzeugst, desto schneller kannst du wieder zurück zu deiner gewünschten Änderung kehren.

  • Positive Einstellung:
    Du willst regelmäßige Mini-Atem-Pausen in deinen Office-Alltag integrieren, weil es gesund sein soll aber eigentlich machen diese Atem-Übungen dir überhaupt keinen Spaß? Wenn du dir Vorsätze machst, auf die du keine Lust hast, wird eine Umstellung viel schwieriger für dich sein. Schau lieber, warum du die neue Routine schaffen möchtest und was alles toll an ihr ist.

  • Kein Verbot von Genuss:
    Wenn du Dinge im Alltag ersetzen möchtest, die zwar ungesund oder schädlich sind, dir aber eigentlich gefallen, versuche diese zu reduzieren statt gänzlich zu vermeiden. Dein Alltag soll dir Spaß machen. Bewusster Genuss mit allen Sinnen ist manchmal hilfreicher als ein Verzicht um jeden Preis.

Warum wir auf die Morgenroutine schwören:

Wir sind absolute Fans einer achtsamen und positiven Morgenroutine.

Klar ist es super, stress-reduzierende Maßnahmen wie regelmäßige Pausen, kurze Spaziergänge oder einen pünktlichen Feierabend in den Alltag zu integrieren. Das Problem dabei ist häufig, dass wir, sobald wir im Alltag stecken, meistens bereits vergessen haben, was wir eigentlich ändern wollten.

Eine Morgenroutine aus kurzer Meditation und Yoga schlägt dagegen bereits zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen schaffst du bereits morgens direkt nach dem Aufstehen eine stressreduzierende Pause im Alltag. Zum anderen hilft dir die regelmäßige Einheit am Morgen dabei, Achtsamkeit während des Alltags zu schulen. Du merkst mit der Zeit immer schneller und bewusster, wo sich ungesunde Verhaltensmuster eingeschlichen haben. So kannst du viel schneller gegensteuern, wenn dein Stress-Level steigt.

Noch einmal zusammengefasst:

Im Internet tummeln sich viele wundervolle Tipps und Tricks gegen Stress im Alltag. Diese Tipps sind oft zwar sehr wirkungsvoll, jedoch helfen sie dir nicht, wenn du sie nicht regelmäßig anwenden kannst.

Das Gehirn lässt uns den Alltag zu 99,9% unbewusst ausführen. Jedes bewusste Ändern von Tätigkeiten, die auf Autopilot aus dem Unbewussten gesteuert werden, kostet unserem Gehirn ein hohes Maß an Energie.

Photo by Pim Chu (Unsplash)

Das Einführen von regelmäßigen Anti-Stress Maßnahmen fällt uns daher unfassbar schwer.

Photo by Sid Leigh (Unsplash)

Es gibt ein paar Tipps die helfen, bestehende Routinen leichter mit neuen gesunden Gewohnheiten zu ersetzen. Dazu gehören nicht nur das Ändern in kleinen Schritten und Regelmäßigkeit. Auch deine persönliche Einstellung trägt einen sehr großen Anteil dazu bei, ob du es schaffst, neue Routinen langfristig in deinen Alltag zu integrieren.

Damit du deine Routinen langfristig in deinen Alltag integrieren und so dein Stress-Level wirklich senken kannst, kann deine Morgenroutine ein sehr mächtiger Hebel sein.

Deine Morgenroutine beeinflusst zu einem großen Teil, wie dein Tag weiterläuft. Sie kann dich positiv auf den Tag einstimmen und mit der Zeit deine eigene Achtsamkeit immer besser schulen. So schaffst du es, Anti-Stress-Tipps endlich regelmäßig umzusetzen und von den positiven Auswirkungen zu profitieren.

In diesem Artikel (klick) gehen wir übrigens noch detaillierter auf die Vorteile ein, die eine Morgenroutine dir bringen kann.

Was sind deine Lieblings-Tipps, wenn der Alltag mal wieder zu viel wird? Was lässt dich dranbleiben? Wir freuen uns sehr über ein Kommentar von dir oder dich in einer unserer Morninig-Sessions begrüßen zu dürfen.

Namasté & happy day!

Meditation am Meer: Photo processingly (Unsplash)

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